Toolauswahl

n8n, Make und Zapier im Vergleich

Zapier ist am schnellsten eingerichtet, Make ist am visuellsten, n8n ist am flexibelsten und als einziges der drei self-hosted betreibbar. Der praktisch wichtigste Unterschied ist die Abrechnung: n8n zählt eine Workflow-Ausführung, Make zählt jede einzelne Operation darin.

Stand: August 2026Von Muhamed Nur Beck

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen n8n, Make und Zapier?

Das Abrechnungsmodell, nicht der Funktionsumfang. n8n zählt eine Ausführung pro Workflow-Durchlauf, unabhängig davon, wie viele Schritte durchlaufen werden. Make zählt jede einzelne Operation. Bei einem Workflow mit zwanzig Schritten bedeutet derselbe Durchlauf bei n8n eine Einheit und bei Make zwanzig.

Für einfache Zwei-Schritt-Verknüpfungen spielt das keine Rolle. Für vielschrittige Workflows mit hohem Volumen entscheidet es die monatliche Rechnung.

Wann ist Zapier die richtige Wahl?

Wenn zwei bekannte SaaS-Tools verbunden werden sollen und niemand im Team entwickeln möchte. Zapier hat die größte Zahl fertiger Integrationen und die niedrigste Einstiegshürde; ein einfacher Zap steht in Minuten.

Die Grenze wird schnell sichtbar, sobald Verzweigungen, Schleifen oder eigene Logik gebraucht werden. Was in n8n ein Code-Node ist, wird in Zapier eine Kette von Hilfskonstruktionen.

Wann ist n8n die richtige Wahl?

Bei komplexerer Logik, hohem Ausführungsvolumen oder wenn die Daten das Unternehmen nicht verlassen dürfen. n8n ist das einzige der drei Werkzeuge, das sich self-hosted auf eigener Infrastruktur betreiben lässt, und das ist bei DSGVO-sensiblen Prozessen wie Bewerber- oder Gesundheitsdaten oft nicht verhandelbar.

Der Preis dafür ist Betriebsaufwand. Self-hosted heißt: jemand kümmert sich um Updates, Backups und Verfügbarkeit. Wer das nicht leisten will, nimmt n8n Cloud und verliert das Datenhaltungs-Argument teilweise wieder.

Wann ist Make die richtige Wahl?

Wenn der visuelle Aufbau im Vordergrund steht und die Workflows eher breit als tief sind. Make zeigt Datenflüsse als Szenario-Diagramm, was das Nachvollziehen für nicht-technische Beteiligte erleichtert.

Bei tiefen, vielschrittigen Workflows kehrt sich der Vorteil um: Das Diagramm wird unübersichtlich, und das Operations-basierte Abrechnungsmodell wird teuer.

Kann ich später wechseln?

Ja, aber nicht per Knopfdruck. Es gibt keinen verlustfreien Export zwischen den drei Systemen; ein Wechsel bedeutet Nachbau. Der Aufwand ist überschaubar, solange die Logik dokumentiert ist, und erheblich, wenn das Wissen nur in der Oberfläche steckt.

Praktischer Rat: Wer absehbar wächst, sollte die Wechselkosten beim Start einpreisen, statt sie später zu entdecken. Migrationen von Zapier zu n8n sind der häufigste Fall, weil Volumen und Komplexität mit der Zeit steigen, selten umgekehrt.

n8n, Make und Zapier im direkten Vergleich (Stand: August 2026)
Kriteriumn8nMakeZapier
Abrechnungeine Ausführung pro Workflow-Durchlaufjede einzelne Operation im Workflowpro Task, also pro Aktionsschritt
Self-hosted möglichja, Community Editionneinnein
Prozessdaten bleiben im Hausja, bei self-hosted Betriebneinnein
Einstiegshürdebelohnt technisches Vorwissenmittel, visuell aufgebautniedrig, ohne Vorwissen bedienbar
Eigene LogikCode-Node, HTTP-Request-Nodebegrenzt, über Szenario-BausteineKette von Hilfskonstruktionen
Fertige Integrationenweniger, dafür selbst ergänzbarvieledie größte Zahl
Stärkste SeiteFlexibilität und hohes Volumenvisuelles Szenario-Diagrammin Minuten eingerichtet

Häufige Fragen

Ist n8n günstiger als Make?
Bei vielschrittigen Workflows in der Regel deutlich. n8n zählt eine Ausführung pro Workflow-Durchlauf, Make zählt jede Operation darin. Bei einem Workflow mit zwanzig Schritten ist das ein Faktor zwanzig auf dieselbe Nutzung. Bei einfachen Zwei-Schritt-Verknüpfungen ist der Unterschied unerheblich.
Welches Tool ist DSGVO-konform?
Alle drei lassen sich datenschutzkonform einsetzen, aber nur n8n lässt sich self-hosted betreiben, sodass die Prozessdaten die eigene Infrastruktur nicht verlassen. Bei besonders sensiblen Daten wie Bewerber- oder Gesundheitsdaten ist das häufig das ausschlaggebende Kriterium.
Kann n8n alles, was Zapier kann?
Funktional weitgehend ja, mit weniger fertigen Integrationen, aber der Möglichkeit, fehlende über HTTP-Request-Nodes selbst anzubinden. Der Unterschied liegt in der Einstiegshürde: Zapier ist ohne technisches Vorwissen bedienbar, n8n belohnt es.

Konkrete Frage zu Ihrem Prozess?

Schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Sie bekommen innerhalb von 24 Stunden eine Einschätzung, ob und wie sich das automatisieren lässt.

Kostenloses Erstgespräch